Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, einen Vorrat für mindestens 10 Tage im Haus zu haben. Klingt nach viel – ist es aber nicht, wenn man weiß, wo man anfangen soll. Diese Checkliste deckt die fünf Bereiche ab, die wirklich zählen.
1. Wasser – die oberste Priorität
- Mindestens 2 Liter Trinkwasser pro Person und Tag (für 10 Tage: 20 Liter pro Person)
- Zusätzliches Wasser für Hygiene und Kochen einplanen
- Eine Möglichkeit zur Wasseraufbereitung (Filter oder Abkochen) als Backup
2. Lebensmittel, die keinen Kühlschrank brauchen
- Konserven (Gemüse, Hülsenfrüchte, Fisch/Fleisch)
- Reis, Nudeln, Haferflocken – lange haltbar und sättigend
- Etwas, das ohne Kochen essbar ist (Nüsse, Trockenobst, Kekse) für den Fall ohne Kochmöglichkeit
- Regelmäßig rotieren: ältere Vorräte zuerst aufbrauchen, dann auffüllen
3. Energie & Licht ohne Stromnetz
- Taschenlampen plus ausreichend Batterien (keine Kerzen als Hauptlichtquelle – Brandgefahr)
- Ein batteriebetriebenes oder Kurbelradio für Nachrichten
- Eine Möglichkeit, das Handy aufzuladen (Powerbank)
- Eine einfache Möglichkeit zu kochen, die nicht vom Stromnetz abhängt (z. B. Gaskocher, draußen genutzt)
4. Hygiene & Erste Hilfe
- Eine gut bestückte Erste-Hilfe-Ausrüstung inklusive persönlicher Medikamente
- Feuchttücher, Seife, Desinfektionsmittel
- Toilettenpapier und ein Notfall-Toilettensystem, falls die Kanalisation ausfällt
5. Kommunikation & Dokumente
- Wichtige Dokumente (Ausweise, Versicherungen) als Kopie an einem griffbereiten Ort
- Ein Notfallplan mit Treffpunkten und Kontaktpersonen (siehe unseren Artikel zum Notfallplan erstellen)
- Bargeld in kleinen Scheinen, falls Kartenzahlung ausfällt
Was du NICHT zuerst brauchst
Teures Spezial-Equipment, Gasmasken oder Bunker-Ausrüstung sind für die allermeisten realistischen Szenarien – Stromausfall, Unwetter, kurzfristige Versorgungsengpässe – schlicht nicht notwendig. Die Grundlage ist immer dieselbe: Wasser, Lebensmittel, Licht, Hygiene, ein Plan. Alles andere ist optional.
Fazit
Ein vollständiger Notvorrat lässt sich nach und nach aufbauen, ohne das Budget zu sprengen. Wer eine strukturierte, vollständige Anleitung inklusive Mengenangaben und Lagerungstipps möchte, findet sie im Zuhause Überleben Familienhandbuch.